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Neuartige Infektionserkrankungen und Krankheiten durch hochpathogene Erreger (high consequence infectious diseases, HCID)

Neu auftretende Infektionskrankheiten (Emerging Infectious Diseases. EIDs) werden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Infektionen definiert, die neu in einer Population aufgetreten sind oder bereits zuvor existierten, sich jedoch hinsichtlich ihrer Inzidenz oder geografischen Verbreitung rasch ausbreiten.

Die Definition von Krankheiten durch hochparthogene Erreger (High Consequence Infectious Diseases, HCIDs) divergiert von Land zu Land. Hier geht es zur Definition von HCID der britischen UKHSA. Gängige Beispiele von HCID sind Ebola - und Marburgfieber.

Krankheiten durch hochpathogene Erreger (high - consequence infectious diseases, HCID)

Für HCID verwenden wir an dieser Stelle die Definition der britischen UKHSA

© CDC 2024

Ebolakrankheit*

Die Ebolakrankheit wurde erstmals 1976 in der Demokratischen Republik Kongo (damals: Zaire) in der Nähe des gleichnamigen Flusses 'Ebola' (Equateur-Region) entdeckt. 

Krankheitserreger ist das Ebolavirus, von dem 4 Stämme humanpathogen sind (Zaire - / Sudan - / Bundubugyo - / Thai Forest). 

Es ist eine der tödlichsten Infektionserkrankungen überhaupt, mit Sterblichkeitsraten bis zu ca. 80%. Während des größten bisher dokumentierten Ausbruchs von Ebolafieber in Westafrika (2014-2016) lag die allgemeine Sterblichkeitsrate bei ca. 80%; hingegen bei (in der Regel intensivmedizinisch versorgten) medizinisch evakuierten Expatriates bei ca. 25%.

Die Übertragung erfolgt im Wesentlichen durch Körperflüssigkeiten von selbst erkrankten Tieren (z.B. Affen) oder Menschen, sobald diese Körperflüssigkeiten mit nicht intakter Haut oder Wunden in Kontakt kommen. Große Verbreitung (sog. Super spreadings) kommen daher vor allem in nosokomialen Settings (Krankenhäusern) sowie bei ungeschützten Beerdigungen vor. 

 

© CDC 2025

Marburgkrankheit*

Die Marburgkrankheit wurde 1967 simultan in zwei Ausbrüchen dokumentiert: In Marburg (Deutschland) sowie Belgrad (ehemaliges Jugoslawien, heute Serbien) traten im Laborkontext Fälle dieser Erkrankung auf. Es stellte sich heraus, dass das Marburgvirus von Affen (Grünmeerkatzen) auf Menschen übertragen wurde. 

Krankheitserreger ist das Marburgvirus, von dem zwei humanpathogene Stämme identifiziert sind (Marburg-Virus sowie Ravn-Virus). 

Die Übertragung erfolgt, wie bei der Ebolakrankheit, im Wesentlichen durch Körperflüssigkeiten. Superspreadings treten entsprechend in Kontexten wie bei Ebolafieber auf. 

Die Sterblichkeitsrate von Marburgkrankheit wurde, geprägt durch den bisher größten dokumentierten Ausbruch in Uige/Angola (2004-2005) als sehr hoch mit > 80% eingeschätzt. Während des Ausbruchs der Marburgkrankheit in Ruanda (2024), wo die Patientenversorgung intensivmedizinische Maßnahmen beinhaltete, wurde hingegen eine deutlich geringere Sterblichkeit (23%) dokumentiert.

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